Dirigent erhält Auszeichnung für Engagement für zeitgenössische Musik
Paul-Hindemith-Preis für Gerd Albrecht
Hanau, 21.02.2008. Der Dirigent Gerd Albrecht erhält den mit 10.000 Euro dotierten Paul-Hindemith-Preis 2008 der Stadt Hanau. Mit der Entscheidung folgte der Magistrat der Stadt der Empfehlung des Stiftungsrates der Paul-Hindemith-Stiftung und ehrt den 72-Jährigen für sein Engagement für zeitgenössische Musik und seine musikpädagogische Arbeit.
Gerd Albrecht wurde 1935 in Essen geboren und war Schüler Herbert von Karajans (1908-1989). Im Alter von 22 Jahren gewann Albrecht den ersten Preis beim internationalen Dirigentenwettbewerb in Besançon. Sein erstes Engagement erhielt er als Solorepetitor an der Staatsoper Stuttgart. Anschließend arbeitete der Dirigent als Erster Kapellmeister am städtischen Theater Mainz. 1962 übernahm er als jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands ein Amt in Lübeck. Weitere Stationen führten ihn nach Kassel, an die Deutsche Oper Berlin, zum Tonhalle-Orchester Zürich, nach Hamburg, Prag, Kopenhagen sowie Tokio. Darüber hinaus setzte sich Albrecht viele Male dafür ein, junge Menschen für die Musik zu begeistern. So gründete er die Hamburger Jugendmusikstiftung sowie "Klingende Museen" in Hamburg und Berlin und leitete das Bundesjugendorchester. Seit 1994 ist Albrecht Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste in München und der Freien Akademie der Künste in Hamburg.
Der Paul-Hindemith-Preis wird seit dem Jahr 2000 alle zwei Jahre vergeben und soll an den in Hanau geborenen Komponisten Paul Hindemith (1895-1963) erinnern. Die Auszeichnung wird zeitnah zum Geburtstag Hindemiths im November 2008 im Congress Park Hanau verliehen.

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